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Von Heinrich von Grünigen um 23:10 |
Mein digitaler Fernseher hat auf der Fernbedienung eine Taste mit der Aufschrift ASPECT. Lang habe ich nicht gewusst, was sich darunter verbirgt und hielt es für ein Gadget im Zusammenhang mit irgendwelchen Videospielen.
Zufällig hat sich nun herausgestellt (und das kommt davon, wenn man konsequent keine Gebrauchsanweisungen liest), dass sich mit dieser Funktion das Format der Abbildung auf dem Bildschirm beeinflussen lässt.
Das Gerät verfügt über 5 verschiedene „Formate“: das erste heisst „Auto“ und bedeutet, dass sämtliche der ausgestrahlten Bilder automatisch bildschirmfüllend „angepasst“ werden. Dann gibt es „16:9“, das ist das moderne Breitbild-Format, in dem praktisch alle TV-Stationen arbeiten. „14:9“ und „4:3“ sind zwei Formate für allte Filme, die noch nicht für die breite Leinwand gedreht wurden und bei denen es links und rechts je nachdem zwei schwarze Sreifen auf dem Bildschrim gibt. Dann noch eine weitere Funktion mit „Zoom“ – das dürfte etwas für die Kurzsichtigen sein.
Läuft nun ein alter „schmaler“ Film und man stellt mit ASPECT auf „Auto“ ein, so geschieht ein Adipositas-Wunder: alle SchauspielerInnen werden plötzlich dick, sind viel breiter als sie sonst wirken, plump mit plumpen Köpfen auf plumpen Leibern… und ich frage mich, was wohl der tiefere Sinn dieser automatischen Verzerrung sein könnte. Soll sie uns hinwegtäuschen über die akute Fettleibigkeitsepidemie, indem sie uns weismacht, dass schon im alten wilden Westen die Cowboys wie Fettsäcke in den Sätteln ihrer langgezogenen Pferde hingen? Dass die prunkvoll gekleideten Damen am Hof des Sonnenkönigs alle bös übergewichtig durch die Parkanlagen von Versailles gestapft sind? Will man uns in Sicherheit wiegen, dass es schon immer so war und dass wir uns keine Sorgen machen müssten?
Und drückt man dann den 4:3-Knopf, so springen all die breitgezogenen Protagonisten blitzartig zurück in ihr dünnes und adrettes Urformat, als hätten sie eben erst die Mittelchen geschluckt, für die auf dem gleichen Sender vor kurzem noch geworben worden war. Vielleicht ist dies der wahre Hintergrund des überraschenden Formats.
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Von Heinrich von Grünigen um 22:58 |
Das war ja so ein Comedy-Element in einer früheren TV-Unterhaltungsshow, in welchem beim Dialog konsequent in zusammengesetzten Begriffen die Anfangsbuchstaben vertauscht wurden. Aus dem Namen der US-Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken wurde so – symbolträchtig schräg – Kentucky Schreit Ficken!
Gestern wurden allerdings bei einem ARD-Publikums-Ranking der lustigsten TV-Shows aller Zeiten die letzten 5 Buchstaben des letzten Wortes züchtig abgedeckt… so prüde können die Leute sein. Was allerdings den ursprünglichen Namensgeber – kurz: KFC – in keiner Weise beschäftigte, denn der wusste gar nichts von dem Spass.
Im Unterschied zu anderen Schnellimbiss-Anbietern ist KFC in England mit Erfolg auf Expansionskurs. Sukzessive wurde das Hähnchen-Angebot in den letzten Jahren modernisiert: die Kalorienmenge wurde offen deklariert, das Palmöl zum Braten wurde durch Rapsöl ersetzt, statt im schwimmenden Fett frittiert wurden die Kartoffeln im Ofen gebacken (wozu für 7 Millionen britische Pfund entsprechende Öfen installiert wurden). Der Normalverbraucher besuche im Schnitt alle 28 Tage einen KFC-Shop… das sei der Gesundheit nicht abträglich, so wie es – für den GB-Chef von KFC – überhaupt keinen Konflikt gebe zwischen ausgewogener Ernährung und KFC-Verköstigung.
Um den Qualitätsanspruch zusätzlich zu untermauern hat KFC nun in England einen akademischen Lehrgang eingeführt: man kann den universitären Bachelor-Grad eines Fastfood-Managers erwerben. Und dies, wird versichert, in einer absoluten Wachstums-Branche mit Zukunft… Die Hühnchen werdens danken.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:42 |
Rechtzeitig zum Start der Olympischen Spiele in England hat die Organisation Children’s Food Campaign eine Aktion lanciert, welche die britische Öffentlichkeit sensibilisieren soll für eine bewusstere und bessere – weil ausgewogenere – Ernährung der Kinder: The Obesity Game.
Dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die offiziellen Sponsoren der sportlichen Wettkämpfe ein Fastfood- und ein Softdrink-Anbieter sind. Die Organisation setzt sich ein für eine bessere Aufklärung, für die Gratis-Abgabe von ausgewogenen Mahlzeiten in der Schule, für ein klares und auch für Kinder verständliches Labelling der Lebensmittel, für ein Verbot von Junkfood-Online-Werbung und Marketing, die sich an Kinder richten, und nicht zuletzt für eine Überprüfung der geltenden Richtlinien für das Olympia-Sponsoring, welches die aktuelle Situation ermöglicht hat.
Es ist ja in der Tat ein Paradox, dass ein weltumspannendes Sportfest zwar den alten Mythos vom gesunden Geist im gesunden Körper beschwört, dabei aber gleichzeitig Milliarden von TV-Zuschauern auf ihrer Couch zu stundenlanger Untätigkeit verdammt und überdies genau das propagiert, was als Nahrung der Gesundheit wenig förderlich ist.
Eigentlich eine perverse Situation, an der ein passives Dessinteresse auch nicht viel ändert. Wenigstens die AthletInnen leben gesund, hofft man.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:05 |
Ich habe gestern den Film nicht bis zum Ende gesehen. Er kam nach 22 Uhr auf ORF1 und hätte mich eigentlich von Amtes wegen interessieren müssen. Er hiess Plötzlich fett und handelte von einer stark übergewichtigen jungen Frau, Pattisseurin, und einem stark egozentrischen Fitness-Spezialisten, Center-Leiter und Fachbuchautor, der nichts so sehr verabscheut wie dicke Menschen.
Und wie der Zufall in Form des Drehbuchautors so spielt: die übergewichtige Zuckerbäckerin gewinnt in der Tombola eine Woche Personal Training bei ebendiesem Fitness-Guru, was natürlich nicht gut kommen kann, aber trotzdem alle Optionen offen lässt für ein Happy End.
Aber dann gleitet die Komödie ins Märchenhafte ab: durch ein Austausch-Wunder wird die junge Frau über Nacht schlank und rank, während der Fitness-Taliban in der gleichen Nacht 110 Kilo zunimmt: plötzlich fett! Nun geht der Dickenverächter selber durch die Hölle der Diskriminierung, der Scham, des täglichen Kampfs gegen die Unbill der lästigen Kilos. Er versucht diese verzweifelt loszuwerden, macht eine verrückte Kur nach der andern, schluckt packungsweise Appetitzügler, die natürlich nicht helfen…
Da etwa bin ich ausgestiegen. Denn parallel dazu begab sich die nun schlanke Bäckerin auf einen sozialen Triumphzug, wurde von Männern umschwärmt und im Betrieb befördert… es wurde mir einfach zu viel der abgedroschenen Klischees und ich weiss heute nicht, wie die beiden dann doch noch zueinander gefunden haben, denn das ist das mindeste, was einem eine solche Pfundskomödie schuldig ist.
Es war übrigens ein Zufall, dass am gleichen Abend auf Sat.1 ein Film zu sehen war mit einer recht ähnlichen Ausgangslage: Problemzone Mann hiess er und handelte von der dicken Tochter einer fitten Mutter in einem Beziehungsproblem mit einem Fitensstrainer… – Über fehlende Aufmerksamkeit können wir uns wirklich nicht beklagen.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:11 |
Heute kann ich mir das Bloggen leicht machen. Blog-Leser Emil W. hat mir verdienstvollerweise einen Link geschickt zu einem Radiobeitrag, den er auf SWR2 gehört hat. Es geht dabei ums „Gedankenlose Essen“. Referent ist der FAZ-Journalist Jakob Strobel y Serra und die paar Minuten des Zuhörens sind gut investiert. Sie regen zum Nachdenken über unser Wertesystem an, über en Stellenwert des guten Essens in unserem Alltag… Der Link zum Beitrag (auf Audio herunterladen klicken) findet sich hier.
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Von Heinrich von Grünigen um 22:31 |
Es ist ein bizarres Bild auf dem Flyer, der dem aktuellen Brigitte-Balance-Heft beiliegt. Da versucht eine junge, sportliche, lachende, nackte Frau sich einen Lampenschirm verkehrtherum wie eine Hose anzuziehen, während weiter oben ein geschickt drapierter Blätterzweig (wie in alten Kirchenbildern aus dem Paradies) verdeckt, was sonst in unserem Werbealltag nur allzu gerne unverhüllt präsentiert wird. Schlank in 7 Tagen steht darüber in grossen Lettern.
Wer hätte sich nicht auch schon gewünscht, in bloss einer Woche crashmässig schlank zu werden!? Dreht man das Blatt um, dann wird die Botschaft bescheidener: es geht beim Schlankwerden um „ein, zwei Kilos“. Das allerdings ist in einer Woche gut zu schaffen. Bloss: der fröhliche Nackedei wird auch nicht in den Lampenschirm schlüpfen können, wenn er fünf Kilos angenommen hätte. Da ist einfach schon das Becken zu breit.
Ähnlich verhält es sich mit den sieben properen jüngeren Frauen, die im Inneren des Heftes sieben verschedene Fitness-Methoden testen, die ihnen zu einem „flachen Bauch“ verhelfen sollen. Alle sieben sind sportlich und schlank… aber es geht hier nicht primär ums Abnehmen, sondern um den Muskelaufbau und die Straffung des Gewebes.
Das mag alles seriös getestet und gemessen sein (die Ergebnisse sind im Heft selber nachzulesen), erzeugt bei uns Übergewichtigen aber einerseits falsche Hoffnungen und anderseits dann doch erheblichen Frust. Was würde es uns helfen, nach vier Wochen die Fettmasse um 0,5 Prozent verringert und 400 Gramm abgenommen zu haben? Egal um welche der sieben Methoden es geht, die Resultate sind plus/minus vergleichbar. Und für unsereinen schlicht nicht anzuwenden. Da lobe ich mir dann schon wieder das Ayurvedische Müsli zum Frühstück im „Schlank in 7 Tagen“-Programm. Auch wenn ich dabei nicht schlank werden kann.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:13 |
Das, was wir als übles Vorurteil immer und immer wieder in Abrede stellen müssen, könnte demnächst durch die Wirklichkeit belegt werden. Dies jedenfalls sagt der bekannte Hirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer, wie ich in der Samstagszeitung lese. Und überdies würden die Kinder durch exzessiven Konsum von Computerspielen nicht nur dick und dumm, sonden auch noch aggressiv.
Wer schon als Kleinkind viel Zeit mit Gameboy und interaktiven PC-Spielen verbringe falle in den schulischen Leistungen deutlich zurück, verliere den Zugang zur aktiven Sprache, verkümmere sozial (trotz Netzwerken) und verliere jede Lust an körperlicher Betätigung. Laut einer Studie sitzen die Kids in Deutschland täglich doppelt so lange vor dem Bildschirm, wie sie zur Schule gehen. Da bleibt kaum noch Zeit für sportliche, kulturelle oder gesellschaftliche Aktivitäten.
Spitzer vergleicht den Medienkonsum mit dem Konsum von suchtbildenden Stoffen und weist zu Recht darauf hin, dass es niemandem in den Sinn käme, im Kindergarten oder in der Unterstufe die Einführung von Alkoholkursen zu verlangen… Der permissive freie Markt setzt Kinder und ihre Eltern unter Druck. Der Verkauf von Alkohol an Jugendliche ist gesetzlich geregelt bzw. verboten. Bei gewalttätigen PC-Spielen und im Bereich TV-Konsum sind die Bestimmungen larger bzw. ist viel mehr den Eltern überlassen, die jedoch mangels Aufklärung oft froh sind, wenn die Medien eine Babysitterfunktion übernehmen. Dass sie damit den Bock zum Gärtnermeister machen, ist ein anderes Thema.
Gut, dass es Fachleute vom Rang eines Manfred Spitzer gibt, die es wagen, gegen den Zeitgeist zu argumentieren.
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Von Heinrich von Grünigen um 22:38 |
Nicht ganz ernst gemeint und daher von einigem Unterhaltungswert: das ist ein neues – unwissenschaftliches – Ernährungsbuch in Amerika: Iss wie eine Kuh! Im Buch wird in sieben Stationen beschrieben, wie man sich am Essverhalten des Hornviehs orientieren kann, um Gewicht zu verlieren. Nicht jede einzelne Empfehlung ist auf die Goldwaage zu legen, aber einiges klingt doch vertraut und ist bedenkenswert.
1. Iss Grünzeug: nicht, dass wir Gras fressen sollten, aber alles, was gemüsig und grün ist, ist in der Regel auch gesund, davon kann man nicht genug kriegen.
2. Weide beständig: das ist ein Plädoyer für viele kleine Portionen, so dass man nie in eine Heisshunger-Phase verfällt, bei der man sich überessen könnte.
3. Iss (und arbeite) im Stehen: das ist freilich nicht jedermanns Sache, aber gemeint ist die Notwendigkeit, die sitzende Lebensweise wann immer möglich zu durchbrechen.
4. Saufe wie eine Kuh: gemeint ist, dass man viel (ausreichend) Wasser trinken solle und auf andere, kalorienreiche Getränke verzichten könne.
5. Schwing deinen Schwanz: das kann nicht wörtlich gemeint sein, aber im übertragenen Sinn bedeuten, dass man die störenden Fliegen verjagen soll, die einen zum Aufgeben verleiten wollen und so vom Ziel abbringen könnten.
6. Käue wieder: das ist nichts anderes als der gute alte Grossmutter-Tipp, jeden Bissen lange und ausdauernd zu kauen, mindestens 40 mal…
7. Iss in der Herde: so wie die Kühe nur in Gruppen weiden soll man vorteilhafterweise wenn immer möglich im Familienverband speisen, weil dies das Esstempo positiv beinflusst
So weit die nicht allzu tierisch ernst gemeinten Empfehlungen für eine schlankmachende Lebensweise, die sich an unseren Nutztieren orientiert, von denen man bislang noch nicht gehört hat, dass sie zu fett würden.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:02 |
Was für ein sperriges Wort. Vor mir liegt die Sommer-Doppelnummer von FITNESS TRIBUNE, dem Fachmagazin zur Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum. – Wow, was für ein Anspruch! Europaweit alle Aspekte der Gesundheitsförderung abdecken, das ist ein Ding. (Vor vier Jahren hiess das Magazin noch „Fachorgan für Fitness und Wellness“, was der Sache deutlich näher kam. Denn noch immer dominieren Inserate und Texte zu Fragen der Fitnesscenter und deren Ausrüstung beziehungsweise Nebenbetrieben.)
Aber der Chefredaktor hat erkannt, dass die Adipositas-Epidemie, die auf uns zu und über uns hinweg rollt, ein unausweichliches Phänomen ist. Deshalb widmet er sein Editorial der „Fettleibigkeitskatastrophe“ und ruft sein primäres Zielpublikum, die BetreiberInnen von Muckibuden, auf, ihre Angebote vermehrt auf diese wachsende Bevölkerungsgruppe auszurichten: die Übergewichtigen und Adipositskranken. Nicht in erster Linie um einen Beitrag zur Volksgesundheit und zur Gesundheitsförderung zu leisten, sondern weil es sich um einen Markt mit garanierter Wachstums-Chance handelt, auf dem sich gutes Geld verdienen lässt.
Die Adipositas-Epidemie, schreibt er, müsse von der Fitness-Industrie als Überlebens-Chance genutzt werden. Zu diesem Zweck soll an einem Treffen in Locarno Anfang November dieses Jahres eine Deklaration verabschiedet werden, mit welcher sich die Muskel-Branche im „Gesundheitsförderungsmarkt“ neu positionieren will.
Das tönt alles sehr vielversprechend und ist lobenswert. Ich habe leider vor etwas mehr als zehn Jahren andere Erfahrungen gemacht. Damals habe ich von der Adipositas-Stiftung aus einen erleichterten Zugang für Adipöse zu Trainings-Möglichkeiten gesucht und mit der Spitze des Schweizer Verbands der Fitness-Center Kontakt aufgenommen. Es war ein schwieriger Prozess, bei dem von allem Anfang an die finanziellen Interessen im Vordergrund standen, wenn nicht gar blanke Ablehnung einem allfälligen adipösen Kundensegment entgegenschlug. Dicke als Center-Besucher waren nicht überall willkommen, und dort, wo sie Zugang hatten, wurden sie trainiert wie Spitzensportler.
Inzwischen hat sich das Bewusstsein vielleicht erweitert. Ich freue mich jedenfalls über den Vorstoss von FITNESS TRIBUNE. Wenn wirklich etwas draus wird, machen wir gerne mit.
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Von Heinrich von Grünigen um 23:48 |
Lange Zeit war der Joghurt mit den besonderen Bakterien als Schlankmacher angepriesen worden, dann als Wundermittel gegen den Blähbauch (eine spontan erfundene Krankheit der Werbebranche), dann von Maria Walliser ausgelobt als Allerheilmittel gegen jede Art von Frauenfrust… und es gab einen permanenten Kampf der Verbraucher-Organisationen gegen verlogene und unwahre Werbebotschaften, auf die der Konzern mit immer neuen Erläuterungen von sogenannten Studien reagierte, verbunden mit gewundenen Begründungen, welhalb die Werbung nicht gelogen und daher trotz aller Anfechtung rechtens sei.
Dann gab es in Deutschland – wie in Europa – eine Verschärfung der Gesetzgebung, jeder Hinweis auf eine gesundheitlich-positive Wirkung war bei Joghurt-Produkten verboten, und plötzlich sieht die Sache auf dem Bildschirm völlig anders aus: da ist eine nette Dame, die sich vornimmt, künftig gesünder zu leben. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung nebst ausreichend Bewegung. Und so ganz nebenbei und beiläufig sagt sie noch, sie nehme auch jeden Tag ein Joghurt, weil es ihr schmecke. Und fordert die Zuschauenden auf, doch auch auf ihren Bauch zu hören.
Es geht also, es braucht die verlogenen und falsche Hoffnungen weckenden Wohlbefindens-Anpreisungen gar nicht. Man kann das Zeug nehmen, weil es einem schmeckt – oder auch nicht. Aber niemandem wird vorgegaukelt, man könne damit abnehmen oder es würden sich wohltuende Ereignisse im Dünndarm abspielen… Ehrlichkeit ist einfacher als man bislang angenommen hat – weil es Vorschrift ist. Vielleicht merkt man das demnächst sogar auch in der Schweiz.
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