12/6  Mit-Planen

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 21:02

Mitbestimmung wäre zu viel gesagt. Aber wir durften und dürfen mitreden und unsere Ansicht kundtun. Und das ist lobenswert und vorbildlich.

Es geht um Spitalplanung. Das Universitätsspital Basel steht vor einer tiefgreifenden Neubau- bzw. Erneuerungsphase. Schon vor einiger Zeit wurden verschiedene Patientenorganisationen eingeladen, ihre Anliegen und Erwartungen aus der spezifischen Sicht Betroffener zu formulieren, die ein neu konzipiertes Spital erfüllen sollte.

Wir haben von der SAPS aus eine Reihe von Anforderungen formuliert und eingegeben. Heute nun waren wir aufgeboten, zwei Planungsbesipiele in Form von zwei „Musterzimmern“ zu begutachten und gezielte Fragen des Architektenteams zu beantworten. Ein knappes Dutzend Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Krankheitsbilder hatten sich eingefunden, einige davon in Rollstühlen.

Nun wurden die unterschiedlichen Konzepte für die Raumnutzung, für die Anordnung der einzelnen Behelfsmittel, die Ausstattung der Nasszellen und die Funktionalität der Umgebung analysiert und kommentiert, jeweils aus der Sicht der spezifischen Gruppen und aufgrund der Erfahrung von zahlreichen Aufenthalten in Spitälern und Reha-Kliniken. Die Spital-Verantwortlichen skizzierten ihre Lösungsvorschläge, dann hörten sie uns zu und notierten unsere Bemerkungen und Vorschläge. In vielen Fragen waren wir alle gleicher Meinung, in andern wurde engagiert diskutiert und um Konsens gerungen.

Noch ging es nur um die grundsätzlichen Planungsfragen und nicht um die Ausrüstung mit konkreten Gerätschaften, dies ist einer späteren Phase vorbehalten. Denn der Neubau wird kaum vor 2030 abgeschlossen sein. Wie sich dann die Krankheits-Landschaft der Schweiz präsentieren wird, ist schwer vorauszusagen. Auf jeden Fall ist die Initiative der Basler Spitalleitung in höchstem Masse begrüssenswert und hat Vorbildcharakter. Man kann nur hoffen, dass andere Institute nachziehen und sowohl das Gespräch mit den Patientenorganisationen suchen, als auch sich an positiven Beipsielen im Ausland orientieren. Die Betroffenen wissen es zu danken.


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