11/7  Das isst die Welt

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:34

Fernschwelgen. Das ist es! So kurz vor den Ferien kommt hier eine Website, die zu spielerischem Verweilen einlädt und uns den Blick öffnet auf kulinarische Spezialitäten in aller Herren (und Damen) Länder.

Da ist die ganze Welt abgebildet mit ihren Kontinenten und Inselgruppen. Und bei den einzelnen Ländern sind kleine Mahlzeiten-Bilder angeführt, die eine besondere Spezialität des betreffenden Landes darstellen.

Auf den ersten Blick erscheint die Auswahl etwas willkürlich und clichéhaft… aber dann merkst du, dass man die Weltkarte mit dem Scroller heranzoomen kann, vergrössern, so dass die Regionen der Länder in ihren Verästelungen sichtbar werden. Und je grösser sich eine Gegend abzeichnet, umso mehr Speisen und Gerichte erscheinen. Und jedes Gericht kann einzeln angeklickt werden, worauf weitere Informationen erscheinen zum kulturgeschichtlichen Hintergrund der verschiedenen Angebote…

Eine lukullische Weltreise sozusagen, für jeden noch so extravaganten Geschmack hat es etwas dabei, und der grösste Vorteil: das hat absolut keine Kalorien! Unbedingt ausprobieren!




10/7  Gemüse brutal

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:49

Der Film schockiert und macht nachdenklich. Gemüse und Früchte sind gesund. Wir werden freundlich ermuntert, mindestens fünfmal pro Tag davon zu essen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Agrarprodukte auch für Menschen mit kleinem Portemonnee zu erschwinglichen Preisen angeboten werden, weil nach wie vor die Auffassung herrscht, dass die „schlechten“ Kalorien (aus Kohlehydraten, Fett und Zucker) im Handel günstiger sind als die „guten“ aus dem nährstoffreichen Früchte- und Gemüseangebot.

Und nun zeigt uns eine Dokumentation der ARD mit dem Titel „Europas dreckige Ernte“ schonungslos auf, unter welch miserablen Bedingungen die Arbeitssklaven – anders kann man sie nicht nennen – in den gigantischen Plantagen in Spanien und Süditalien leben und arbeiten müssen. Es sind zumeist Migranten, Flüchtlinge, Sans-Papiers, die in den Gewächshäusern für 25 Euro pro Tag malochen, ohne geeignete Schutzkleidung den Pestiziden ausgesetzt sind, in Zeltlagern hausen, wie man sie von den Reportagen aus Flüchtlings-Camps in Afrika kennt.

Der Film zeigt eine verhängnisvolle Domino-Kette auf: Früchte und Gemüse sind hier in den Supermärkten relativ billig. Die Preise unterliegen einem wahnsinnigen „Schnäppchenjäger“-Wettlauf der Konkurrenten, die sich in ganzseitigen Inseraten überbieten mit Rabatten und Vergünstigungen, bejubelt von einer einfältig-populistischen Boulevardpresse, die nicht müde wird, die Geiz-ist-geil-Hymne in Form von absurden Verbilligungs-Rankings und Vergleichen zu zelebrieren.

Die Supermarkt-Konzerne ihrerseits diktieren gnadenlos die Preise gegenüber den Produzenten, schinden sich maximale Margen heraus auf dem Buckel derer, die am Ende der Kette schuften. Es ist eine moderne Form der ausbeuterischen Skalverei, die sich Tag für Tag auf europäischem Boden abspielt, subventioniert überdies mit EU-Milliarden, ohne Rücksicht auf die jeweiligen Produktionsbedingungen.

Die Politik unternimmt nichts. Die Verteiler berufen sich auf angeblich bestehende Kontrollmechanismen (die durch den Bericht eindeutig widerlegt werden). Der Konsument, die Konsumentin müsste beim Einkauf darauf achten, woher die Produkte kommen. Und müsste solche Import-Angebote meiden. Müsste bereit sein, für regionales Gemüse aus einheimischer Produktion entsprechend mehr zu bezahlen.

Wir alle sind mitschuldig an diesen unwürdigen, menschenverachtenden Zuständen. Denken wir um.




9/7  Grillsch mi?

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 17:01

Auf Deutsch: Grillst du mich? Genau. Die Werbeplattformen sind zugekleistert mit Fleischprodukten aller Art, im Sonderangebot und angepriesen, als würde morgen der Vegetarismus per Dekret landesweit und endgültig eingeführt. In den Werbespots am TV grillieren die Profis und die Laien um die Wette, die Grillitarier kämpfen gegen die Tsch-Tsch-Isten und es brutzelt und saftet und raucht aus allen noch nicht verkohlten Poren…

Das ist durchaus ok. Fleisch ist ein redliches Nahrungsmittel, mit Verstand genossen. Wichtig ist, wie es produziert wird, bzw. wie die Tiere leben, von denen es stammt. Problematisch ist der ruinöse Wettlauf um immer günstigere Preise, der auf dem Buckel nicht nur der Produzenten sondern vor allem der Tiere ausgetragen wird.

Wenn schon Fleisch – dann wenigstens Schweizer Fleisch. (Ich sage jetzt nichts an die Adresse der Wagyu- bzw. Kobe-Beef-Fans.) So lautet die Parole. Wichtig ist dabei, mehr zu wissen über die einzelnen Tier- und Fleisch-Arten, vom Poulet bis zum Schwein, wie sie bei uns gehalten werden, was die ernährungsphysiologischen Merkmale sind und wie man das qualitativ hochwertige Nahrungsmittel verarbeitet, von A-Z, bzw. von Nase bis Schwanz oder from Nose To Tail.

Wer sich in dieser Hinsicht kundig machen will, um mit vollem Bewusstsein am Grill stehen zu können, wird mit handlichen Informationen bedient unter diesem Link von „Schweizer Fleisch“.




6/7  Anti-Sünden-Brevier

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:09

Im Sommer sind die Fallen gestellt. Ernährungsfallen, in die wir ferienhalber gerne tappen. Vom übermässigen Getränkekonsum (Bier oder Softdrinks) über die üppigen Hotel-Büffets zum Zmorge oder im All-Inclusive-Arrangement bis zur Pizza und zur Kalorienbombe „Salat“…

Wie mit diesen Versuchungen umgehen, ohne an Entzugserscheinungen zu leiden? Wie die Sommerzeit überstehen, ohne an Gewicht zuzulegen?

Der aktuelle Online-Newsletter von Dr. Samuel Stutz gibt hilfreiche Tipps. Er beschreibt „die 10 schlimmsten Esssünden im Sommer“ und vermittelt Anregungen, wie die Fallgruben umgangen werden können.

Selbstverständlich gelten diese Empfehlungen nicht nur für die Ferien- und Sommerzeit, sie erweisen sich als nützlich für die Gewichtskontrolle während des ganzen Jahres, auch wenn sie nicht immer leicht einzuhalten sind. Und trotzdem kommt der Genuss nicht zu kurz.




5/7  Virtuelles Schlaraffenland

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:54

Ein Paradies für Schleckmäuler. Unsere welschen Landsleute sagen übrigens ganz charmant „un bec sucré“ für ein Schleckmaul, also ein gezuckerter Schnabel. Da kommt unser „Maul“ doch etwas plumper daher.

In England wird aktuell von den Luxus-Chocolatiers Lindt aus der Schweiz die Lindt-Hazelnut-Cream lanciert, womit der bisherige Aufstrich-Monopolist Nutella erstmalws nach 55 Jahren Konkurrenz erhalte. Das Lindt-Produkt wird insofern gepriesen, als es ganze 40% Haselnüsse enthält, während Nutella bloss 13% aufs Brot bringt. Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass auch die Lindt-Salbe satte 32 Gramm Fett und 45 Gramm Zucker (pro 100 Gramm) auf die Waage legt. Zudem ist die Lindt-Creme wesentlich teurer als die braune Paste aus dem Hause Ferrero, also nicht direkt konkurrenziell.

Beim Vergleich der beiden Angebote bin ich zudem auf eine Webseite geraten, die in farbigen Bildchen alle (wirklich alle?) in zivilisierten Ländern im Handel erhältlichen Süsswaren vorführt: da sind sie alle abgebildet, die Riegel, Stängel, Glacés, Bisquits, die Drops und Dragés, in Beuteln, Säckchen und Schächtelchen abgepackt, mit wechselnder Beschriftung, je nach Herkunfts- bzw. Vertriebsland… und beim nicht endenwollenden Scrollen ist mir vom Vorübergehen der schier unglaublichen Vielfalt an Süssigkeiten fast ein wenig schlecht geworden – so, als hätte ich mich „übersehen“ an dieser geballten Ladung von Leckereien und Schleckwaren…

Was bringt eine solche Seite? Natürlich einen Überblick über die 1’746 abgebildeten Produkte. Aber sonst? Bestellen kann man nichts, weiterführende Informationen gibt es nicht, man kann einfach nur schauen und gucken und staunen, was es alles gibt, und wieder schauen… Wenn der Begriff „Food Porn“ auf etwas angewendet werden kann, dann wohl auf diese Art der Zurschaustellung von Lebensmitteln: zum Abgewöhnen.




4/7  Sandwich-Lehre

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:18

Mani Matter hat sie besungen, die Dialektik eines Faustbrotes, erfunden von Lord Sandwich und in unserer Schnellverpflegungszeit weiterentwickelt in unzählige, raffiniert angepriesene und immer ausgeklügelter ausgestattete Versionen.

Heute ist es mehr als einfach nur ein Stück Fleisch zwischen zwei Brot-Deckeln, es sind wahre Weltanschauungen daraus geworden, mehr oder weniger nahrhaft (in der Regel „mehr“), mehr oder weniger gesund (sehr oft „weniger“) und meistens nicht ausgesprochen günstig… aber praktisch und meist ziemlich schmackhaft.

Auf einer ärztlichen Online-Plattform habe ich eine Auslegeordnung gefunden von 14 Sandwich-Typen, wie sie in Take-Away-Ketten verkauft werden, allerdings US-basiert, aber wie man sie sinngemäss auch hierzulande antreffen kann. Die Hälfte davon erweisen sich bei nährerer Betrachtung als veritable Kalorienbomben mit bis über 1’000 Brennwert-Einheiten und ganzen Tagesrationen von Fett und Salz… während die andere Hälfte als einigermassen „gesunde“ Alternative gelten und empfohlen werden kann.

Auch wenn diese kulinarischen Schwerverbrechen bei uns nicht alle im freien Verkauf erhältlich sind, ist es doch interessant zu sehen, wie sie komponiert sind und welche Faktoren ihre Nährwerte bestimmen. Die Schlüsse mag man für sich selber ziehen.




2/7  Jeder kann schlank sein

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:18

Es klingt wie eine Provokation. Zumindest in den Ohren von Menschen, die ihr ganzes Leben lang gegen zuviel Gewicht angekämpft – und verloren haben. Aber so lautet das ermutigende Motto der „Für-immer-schlank-Strategie“, die Ulrich Wergin zunächst für sich selber und dann auch für andere ausgetüftelt und zu Papier gebracht hat, so dass sie weitergereicht und von allen umgesetzt werden könnte.

Sein Rezept klingt unglaublich einfach: nimm dir vor, jeden Tag etwa 50 Gramm abzunehmen, indem du einfach nur die Hälfte von dem isst, was du normalerweise zu dir genommen hast, und dies o lang, bis du dein Wunschgewicht erreicht hast. Motiviere deinen „inneren Denker“ (so bezeichnet er das Unterbewusste, das unser Verhalten in der Alltagsroutine steuert, und das ja gelegentlich auch zum „inneren Schweinehund“ mutieren kann) so, dass es zur unreflektierten Spontanhandlung wird, deine Essensmenge zu begrenzen, achtsam mit deiner Nahrung, dir selber – und damit auch deiner Umwelt – umzugehen.

Um den Erfolg zu dokumentieren, hat Wergin eine Reihe von Tabellen entworfen, auf denen man täglich sein aktuelles Gewicht protokollieren kann. Dazu gibt es einige praktische Verhaltens-Empfehlungen, die wir eigentlich alle schon kennen, aber denen wir in der Praxis zu selten nachleben.

Wergin, ein gelernter Pflegefachmann,  ist im besten Sinn des Wortes ein Weltverbesserer. Er will seine Erkenntnis und sein Wissen, die er im Freundes- und Bekanntenkreis schon mit Erfolg angewendet hat, möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Wie weit die Methode auch noch „funktioniert“, wenn bei einem Patienten bereits „Adipositas per magna“ eingetreten ist, der BMI weit über 50 liegt und der Stoffwechsel ausser Rand und Band ist, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Im Bereich der Prävention, wenn es darum geht, ein beginnendes Übergewicht in Schach zu halten, stellt diese „Strategie“ meiner Meinung nach eine interessante Alternative zu gängigen konventionellen Methoden zur Gewichtsreduktion dar, die kein gesundheitliches Risiko enthält und eigentlich in jeder Lebenslage praktiziert werden kann.




27/6  Positiv = Negativ ?

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:14

Das beschäftigt die Leute. Der Begriff „Body Positivity“ taucht seit einiger Zeit immer häufiger in der Diskussion um Schönheitsbegriffe und Körperbilder auf. Ich habe vor knapp einem Jahr an dieser Stelle bereits über eine TV-Diskussion berichtet.

Da viele Menschen mit Gewichtsproblemen an einem beeinträchtigten Selbstwertgefühl leiden, ist es wichtig, sie darin zu unterstützen, nicht falschen Idealen nachzujagen und nicht wegen jedem überflüssigen Pfund in Panik zu verfallen, sondern sie zu ermutigen, sich selber und ihren Körper grundsätzlich zu akzeptieren, so wie sie nun mal sind. Dies ist – und dafür gibt es Indizien – eine der Voraussetzungen dafür, dass man sich ohne emotionale Belastung mit einer Veränderung des Zustandes befassen kann, sofern diese aus medizinischen Gründen nötig ist.

Nun taucht plötzlich eine Studie auf, die besagt, übergewichtige Menschen, die ihr Erscheinungsbild akzeptieren, würden tendenziell eher noch mehr Gewicht zulegen, da sie ihren körperlichen Zustand unterschätzen… also sei die „Body Positivity“ eigentlich eine negative Sache, welche die Betroffenen nur noch zusätzlich ins Gewichts-Elend stürze…

Auf unserer Facebook-Seite haben wir diese Information weitergegeben und zur Diskussion gestellt. Bis jetzt haben schon 2’400 Leute den Beitrag angeschaut und in den Kommentaren geht es heftig zur Sache: hämisch kommentieren die einen, Body Positivity sei demnach ein Alibi für hemmungsloses Schlemmen und man brauche sich über dieFolgen nicht zu wundern, während Betroffene sich wehren und auf ihrem Recht bestehen, ohne permanente Selbstvorwürfe leben zu dürfen… Und überhaupt: die Bewegung gebe es noch nicht lange genug, um bereits Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Was ist von diesem Disput zu halten? Es steckt in beiden Positionen ein Kern Wahrheit. Es ist wichtig und richtig, dass Übergewichtige sich nicht auch noch zusätzlich vermeidbare seelische Lasten aufbürden, aber es ist überlebensnotwendig, dass rechtzeitig und gezielt – ohne Panik – jene präventiven Gegenmassnahmen eingeleitet werden, die nötig sind, um zu verhindern, dass Übergewicht und Adipositas zu einer veritablen gesundheitlichen Gefährdung werden und dass die Begleiterkrankungen nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern die Lebensqualität als solche beeinträchtigen.

So einfach ist es – und zugleich so kompliziert!

 




22/6  Blick nach Deutschland

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 10:53

Es tut sich was. Unsere Schwester-Organisationen machen mobil und haben Unterschriften gesammelt, um die gesundheitspolitischen Instanzen in Berlin dazu zu bewegen, endlich einheitliche und kohärente Richtlinien für die medizinische Behandlung der Adipositas zu erarbeiten.

Dieser politische Druck hat das ZDF dazu bewegt, das Thema in seiner Spätsendung „heute+“ aufzunehmen und abzubilden. Das Interveiw mit dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Bundestag, in das ich mich gestern zufällig hineingezappt habe, hat mich in seiner Rat- und Hilflosigkeit der Leerfloskel-Argumentation einigermassen erschüttert.

Ich will nicht sagen, dass wir es bei uns grundsätzlich viel besser hätten, aber zumindest im Bereich der bariatrischen Chirurgie haben wir dank der konsequenten und beharrlichen Arbeit der medizinischen Fachorganisation SMOB heute landesweit einheitliche Regelungen und Kriterien für die Behandlung schwerst übergewichtiger PatientInnen.

Aber auch bei uns bestehen nach wie vor grosse Informations- und Aufklärungs-Defizite, gegen die wir angehen müssen. Unsere Mittel sind beschränkt, die Aufgabe bleibt gross. Wir sind auf Hilfe angewiesen.




21/6  Struktur und Kalorien

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:02

Und die Grossmutter hatte doch recht. Denn nun scheint wissenschaftlich erwiesen, dass weniger Kalorien zu sich nimmt, wer lange und langsam kaut beim Essen. Die Textur/Struktur der Nahrung spielt dabei neben dem Geschmack eine wesentliche Rolle: ob hart, weich oder flüssig, der jeweilige Aggregat-Zustand einer Speise beeinflusst die sensorische Wahrnehmung im Mund und damit auch die Menge der Kalorien, die aufgenommen wird.

Zu diesem – eigentlich ja nicht verblüffenden – Resultat ist eine Forschergruppe in Singapur gekommen. Sie hat die Zusammenhänge zwischen der strukturellen Beschaffenheit von Lebensmitteln, der Art, wie diese verspeist und wie sie vom Organismus insgesamt „wahrgenommen“ werden, untersucht.

Erste Erkenntnis: je „solider“ (bissfest) ein Lebensmittel ist, umso nahrhafter wird es wahrgenommen, da es intensiver im Mund bearbeitet (gekaut) werden muss und sich so besser mit den Geschmacksknospen verbindet. Stark gesüsste, flüssige Produkte werden automatisch in grösseren Mengen geschluckt, ohne dass sie sättigend wirken. Was neben dem Zuckergehalt einer der wesentlicvhen Gründe dafür ist, dass Süssgetränke dick machen.

Wenn man bei „fester“ Nahrung das Verzehr-Volumen dank ausgiebigerem Kauen – „Schmauen“ lässt grüssen! – von 50 Gramm pro Minute auf 40 Gramm pro Minurte reduziert, so verringert sich dadurch die Menge der Kalorien um 10-15%.

Die Forscher in Singapur nehmen an, dass sie mit ihren Studien für manche Anbieter im Lebensmittel-Bereich interessante Perspektiven aufgezeigt haben, wie die Wahrnehmung von Speisen im Interesse eines gesunden Lebensstils verbessert werden kann.

Aber eigentlich hat dies das Müetti schon lange gewusst.