23/1  Tschüss Milch…

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 14:40

Das ist ja revolutionär. Schon vor einem Jahr sprach man davon, dass die Gesundheitsbehörden in Kanada daran arbeiteten, ihre Ernährungsempfehlungen zu revidieren, und zwar in Richtung vegetarisch: kaum noch Fleisch, pflanzliche Proteine, viel Gemüse und Obst und vor allem – keine Milchprodukte mehr obligatorisch.

Nun erfährt man, dass die Pläne umgesetzt wurden und Milche und Milchprodukte tatsächlich aus der kanadischen Lebensmittel-Pyramide entfernt wurden.

Das ist ein massiver Eingriff in die aktuelle Landwirtschaft, die vielerorts noch stark auf die Milchproduktion fokussiert ist. Plötzlich soll der „Kuhsaft“ für unsere Gesundheit abträglich sein, nachdem doch bisher so intensiv für dessen Verzehr geworben worden war, von den „müden Männern“, die munter gemacht werden, über „drink a pint of milk a day“ bis zur verbissenen Kontroverse darüber ob Milch nun effektiv starke Knochen mache oder nicht. Ein harter Schlag für die Superkuh Lovely, die telegen allerlei unmögliche Kunststücke vollbringen durfte…

Werden andere Länder nachziehen? Hat man nur auf das Signal aus Kanada gewartet? Verlieren die Molkerei-Produkte ihren Status in der Volksgesundheit und werden bestenfalls zum Gegenstand gelegentlichen Genuss-Konsums in Form einer erlesenen Käsespezialität oder einer exquisiten Süssspeise?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dazu sagen: im Rahmen meiner ketogenen Ernährung verzichte ich seit nunmehr drei Jahren praktisch komplett auf Milch, schnause nur gelegentlich etwas Käse (meist in geschmolzener Form) und habe dabei weder den Eindruck noch festgestellt, dass mir dadurch etwas zu meinem gesundheitlichen Wohlergehen fehlen würde. Milch muss man offenbar nicht zwingend mögen. Aber dem Heidi beim Alpöhi hat sie halt doch geschmeckt, so frisch von der Geiss.




22/1  Hunger und Überfluss

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:51

Die Schere geht auseinander. Das ist das sehr summarische Fazit des aktuellen Berichts der FAO (Food and Agriculture Organisation der UNO) mit dem Titel: Food Security and Nutrition in the World. Oder anders gesagt: die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, nimmt seit 2014 wieder stetig zu, während die Anzahl jener Personen, die von Übergewicht und Adipositas betroffen sind, nach wie vor im Steigen begriffen ist. Weltweit ist heute jeder achte Erwachsene adipös – das sind 12,5 Prozent. (Mit ihren 12 % liegt die Schweiz also genau im globalen Durchschnitt.) Und paradoxerweise zeigt der Bericht auch auf, dass beide Phänomene in verschiedenen Ländern dieser Welt gleichzeitig auftreten!

Diese Publikation fällt zusammen mit einem Experten-Bericht, der eine radikale Beschränkung der verzehrten Nahrungsmenge vorschlägt, wenn sich die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft gesund ernähren will, ohne dabei den Planeten durch rücksichtslose Plünderung zu zerstören… anschaulich dargestellt in einem TagesAnzeiger-Bericht.

Wenige Gramm Fleisch pro Tag, „nur“ noch 30 Gramm Zucker (heute essen die SchweizerInnen im Schnitt 110 Gramm!), 200 Gramm Obst (ein kleiner Apfel) und 200 Gramm Gemüse… mit einer maximalen Kalorienzahl von 2’400 pro Tag. Ein solcher Speiseplan würde quasi automatisch das Aus bedeuten für all die Döner- und Kebab-Buden, die Donut-Shops, die Burger-Brätereien… und in den Warenhäusern könnten ganze Regale geschlossen werden.

Mit reichlich schlechtem Gewissen habe ich heute zu Mittag eine ansehnliche Portion Bohnen und ein halbes Poulet vom Grill verspeist, wohl wissend, dass ich damit die empfohlene Menge massiv überschritten habe!




21/1  Iss dys Gmües!

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:38

Eine Aufforderung an Kinder. Gut gemeint, aber oft wirkungslos. Und die Vorlieben der Kleinen sind ja recht sprunghaft, ich erlebe das immer wieder bei meiner Enkelschar. Knapp ein Jahr alt, mampfen sie mit Behagen alles, was sich vom Teller in den Mund schieben lässt und kauen verzückt darauf herum. Auch wenn mehr als die Hälfte am Boden landet, werden sie doch satt und zufrieden…

Später entwickeln sich Vorlieben und Abneigungen. Was eben noch begehrt war, wird nun verabscheut. Neuem wird mit Skepsis begegnet. Auch kleinste Mengen sind nicht genehm, wenn es ums Probieren geht. Oft ist schon der Name ein Ausschlussgrund. Die fünfjährige Lotta weigerte sich beharrlich, einen Schnitz einer herrlich süssen Orange auch nur anzufassen, nachdem ich ihr unvorsichtigerweise gesagt hatte, „früher“ hätte man diese Art von Früchten ihrer tiefroten Farbe wegen „Blutorangen“ genannt… – Wääääk, gruusig, Bluet!

Wie bringt man die Menschen dazu, mehr von dem gesunden Zeug zu verzehren? Eine Forschergruppe in England hat sich dieser Frage angenommen und ist zu einer schlichten Erkenntnis gelangt: einerseits muss man den Leuten das Gemüse und die Früchte einfach immer wieder und immer wieder anbieten… (Frauen, denen wiederholt Gemüse angeboten worden war, assen in der Studie mehr davon als Frauen, denen nur einmal Gemüse angeboten wurde… wer hätte das gedacht!!!); anderseits wird mehr davon gegessen, wenn dies mit einer positiven Erfahrung verbunden, also „belohnt“ wird (etwa mit einem freundlichen Wort, einem Lächeln oder einer besonders schmackhaften Zubereitung….).

Von Franz Hohler gibt es ein Lied mit diesem Titel. Wir hatten die damals natürlich beschafft. Hört man sie sich heute an, kommt sei einem vor wie eine Botschaft aus einer fremden Welt…. Aber „richtig“ wäre die Empfehlung natürlich noch allemal.




17/1  Denk dich schlank!

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:43

Hypnose kann hilfreich sein. Es gibt Leute, die dank Hypnose von der Zigarette losgekommen sind. Anderen nimmt sie die Schmerzen beim Zahnarzt. Trotzdem ist sie für manche als dunkle Woodoo-Kunst der Verführung, der Manipulation und der Unterjochung unter einen fremden Willen suspekt. Das mag mit entsprechenden Variété-Shows zusammenhängen,die über lange Zeit ihr Image geprägt haben.

Nun tut sich beim Thema Gewichtsverlust ein neues Kampffeld auf, wie eine Talk-Sendung auf Tele Top dokumentikert: es geht um „Selbsthypnose“ und ein neues Buch mit dem Titel: Endlich schlank durch Selbsthypnose. Befragt werden der Autor und die Autorin, der Hypnose-Spezialist Hansruedi Wipf und die Ernährungs- und Hypnose-Fachfrau Sandra Blabl.

Wipf hat mit der von ihm entwickelten Methode (die im Gespräch nicht detailliert dargestellt wird) 30 Kil0 abgenommen und dies – wie er sagt- gehalten (wie lange, sgt er nicht). Die Selbsthypnose, zu der das Buch (mit einer CD) die Aanleitung gibt, vermittelt laufend eine Eigen-Motivation, welche hilft, die nötigen Veränderungen konsequent einzuhalten: Umstellung des Essverhaltens (auch hier lassen sich im Gespräch Einzelhneiten nur vermuten) und mehr Bewegung.

Durch Hypnose und Selbsthypnose werde das Unterbewusste so justiert, dass das „richtige“ Verhalten automatisch zur Anwendung komme, da sein Einfluss auf unsere Ernährungsgewohnheiten übermachtig sei und uns immer wieder auf den alten Pfad der Sünde zurückführen möchte…

Das Gespräch macht auf jeden Fall neugierig. Das Thema „Hypnose zum Abnehmen“ ist ja nicht neu, die Frage ist nur, wie informativ und verständlich das Buch abgefasst ist und vor allem: wie lange der Erfolg effektiv anhält. Wir sind gespannt, mehr zu erfahren.




14/1  Vorsicht: Medikament

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 14:47

Die meiste Gewichtszunahme kommt vom Essen. Das ist eine banale Erkenntnis, denn ohne Zufuhr von „Energie“ könnte sich diese nicht zu unerwünschten Reserve-Depots einlagern. Aber es gibt auch Fälle, in denen ein Anstieg des Körpergewichts quasi „fremdverschuldet“ ist, indem ein bestimmtes Medikament unseren Stoffwechsel ungünstig beeinflusst.

Kanadische Forscher haben ermittelt, welche Wirkstoffe in welchen Medikementen eine solche Nebenwirkung haben und wie allenfalls mit diesem Phänomen umzugehen sei. Das Resultat der Studie ist nicht überraschend: die bekanntesten „Dickmacher“ sind wohl die Cortison-haltigen Produkte, aber auch zahlreiche Präparate, die zur Behandlung von Psychosen und Depressionen dienen.

Wichtig ist die Erkenntnis, dass nicht alle Menschen auf die gleichen Präparate gleich reagieren. Die Reaktionen des Körpers sind absolut individuell. Steigt nach Verschreibung eines neuen Medikamentes das Gewicht um mehr als 2 Kilo pro Monat an, ohne dass der Lebensstil verändert wurde, ist eine Konsultation beim Arzt angesagt. Für die meisten Medikamente gibt es ähnlich wirkende Ersatzstoffe, die daraufhin geprüft werden können, ob sie auch einen Einfluss das Gewicht haben.

Eine Verschreibung, die zu Gewichtszunahme führt, sollte nie als solche akzeptiert und einfach hingenommen werden. Es lohnt sich auf jeden Fall, mit dem Arzt Rücksprache zu nehmen und auf einer anderen Lösung zu bestehen.




11/1  Kugel-Rund

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:29

Weg mit dem Weihnachtsschmuck. Diese Aufforderung gilt vordergründig einer Christbaumkugel, die aus der Form geraten ist. Sie spielt die Hauptrolle in einer Werbekampagne, die dazu animieren soll, ein Fitness-Abo zu lösen. Sie kursiert seit Anfang Jahr in den Social Media und sieht eigentlich sehr appetitlich und sauber aus.

10 Sekunden dauert der Spass. Die rote Kugel ploppt unvermittelt auf, verwandelt sich und nimmt die Gestalt an eines aufgeblähten Buddha-Dickbauchs mit vertieftem Nabel, seitlichen Speckwülsten und hängenden Männerbrüsten…

Nun ist Werbung wohl dann erfolgreich, wenn man darüber spricht. Aber diese „Wirkung“ wird erzielt auf dem Buckel von Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden. Wer so aussieht, wie die deformierte Weihnachtskugel, der leidet an Adipositas in einem fortgeschrittenen Stadium. Dieser ist mit einem Fit-Abo für 740 Franken definitiv nicht beizukommen.

Über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten, aber um ein PR-Ruhmesblatt handelt es sich hier sicherlich nicht. Peinlich.




10/1  Beutel-Diät

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 14:50

Was ist das nun wieder. Abnehmen dank einem Beutel bzw. eines leichten Behältnisses? Die Sache ist ebenso einfach wie einleuchtend: wer sich regelmässig auswärts verpflegt ist immer wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass die Portion auf dem Teller oder der Platte allzu üppig ausgefallen ist und man somit vor dem Dilemma steht, ob man einen Teil davon zurückgehen lässt (Foodwaste – pfui!) oder ob man sich, gesättigt seufzend und nachdem man den Gürtel gelockert hat, zwingt, den Teller leer zu essen, denn schliesslich hat man uns in unserer Jugend eingetrichtert, dass ein Nichtbefolgen unweigerlich schwerwiegende meteorologische Konsequenzen haben würde (wie schwer der Gehorsam allerdings später auf den Hüften wiegen würde, war nie ein Thema).

Aus diesem Dilemma gibt es einen Ausweg. Er nennt sich Doggy Bag und wird in USA häufiger und unkomplizierter praktiziert als bei uns. Dort bietet das Service-Personal selbstverständlich am Ende des Mahls an, die verbleibenden Reste einzupacken, egal ob „fürs Hündli“ oder zum Eigenverzehr, schliesslich: bezahlt ist bezahlt.

Nun ist der ernährungstechnische „Nutzen“ der Doggy Bags auch wissenschaftlich erwiesen. Eine amerikanische Forschergruppe hat mit mehreren Frauen ein Experiment durchgeführt. Zwei Gruppen assen über längere Zeit regelmässig im Restaurant. Der einen Gruppe wurde selbstverständlich, mit Hinweis schon vor dem Essen, die Möglichkeit geboten, verbleibende Reste mitzunehmen. Bei der anderen Gruppe (welche die gleichen Menus und Mengen serviert bekam) wurde auf diese Information verzichtet. Dabei variierte die Portionengrösse, mal war sie kleiner, mal grösser. Zudem wurden die beiden Gruppen ausgetaujscht, so dass alle Teilnehmerinnen sich mit den gleichen Situationen konfrontiert sahen.

Resultat: die Frauen, denen die Doggy Bags „automatisch“ angeboten wurden, assen von den grossen Portionen nicht mehr als von den kleinen, während die Frauen der anderen Gruppe deutlich mehr konsumierten, je grösser die Portionen waren. Fazit: Doggy Bags wäre eine sehr simple und einfache Möglichkeit, die Anzahl der verspeisten Kalorien bei der Ausser-Haus-Verpflegung im Griff zu halten bzw. zu reduzieren. Scheuen Sie sich nicht, sich Rest-Portionen einpacken zu lassen! (Und nehmen Sie notfalls selber ein Tupperware-Böxli mit.)




8/1  Lesefehler

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:24

Zuerst dachte ich: die Waage spinnt. Es kann doch nicht sein, dass ich trotz kulinarischer Eskapaden über die Fest- und Feiertage nicht nur nicht zugenommen, sondern sogar abgenommen habe! Aber dann gewannen Glaube und Hoffnung die Oberhand über Zweifel und Argwohn. Ich war frühmorgens spontan bereit, an ein Wunder zu glauben. Wie Leuchtreklamen blitzten mir all jene Botschaften durch die Sinne, mit denen da und dort verkündet wird, erst wenn wir uns nicht mehr um unser Gewicht sorgen, wenn wir nicht jeden Tag auf die Waage steigen, wenn wir loslassen können und unserem Körper das gönnen, was er wirklich will und braucht, dann finden wir zur seelischen Balance und können sogar abnehmen dabei…

Einen Tag lang fühlte ich mich federleicht und beschwingt, schwebte durch die Räume und schnallte meinen Gürtel bewusst ein Loch enger… obwohl eine leise Stimme mir sagte, dass die Hose, die früher um den Bund geschlabbert hatte, doch eigentlich ziemlich straff sass. Ich wollte einfach, dass die Naturgesetze für einmal aufgehoben wären und dass das Wohlleben über Weihnacht und Neujahr ohne Folgen geblieben sei.

Bis ich dann heute Morgen, erwartungsfroh und aufgeweckt, wieder auf die Waage gestiegen bin, neugierig und gespannt, wie es wohl nach einem Tag erneuter Konsequenz aussieht… und dabei mit wachsender Ernüchterung feststellen musste, dass ich mich am Vortag offenbar eindeutig verlesen habe: die Zahl vor dem Komma, die ich für eine Eins gehalten hatte, entpuppte sich bei genauer Betrachtung unzweideutig als fette Sieben!

Ich war also nicht drei Kilo leichter geworden, sondern deren vier schwerer.

Aber paradoxerweise fühle ich mich jetzt erleichtert: die Naturgesetze haben sich eingekriegt und ihre Gültigkeit wieder erlangt. Die Schlemmertage sind doch nicht folgenlos geblieben. Der Kampf geht weiter, mit neuem Elan und „jetzt erst recht“!




3/1  Abnehm-Fernsehen

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 23:51

TV-Gucken kann helfen. Zum Jahresende, wenn Viele so tun, als würden sie sich vornehmen, im kommenden Jahr abzunehmen, häufen sich die Sendungen, mit denen solche Vorsätze unterfüttert werden können.

Zum Ausklang des alten Jahres liefen auf dem Sender TLC einen ganzen Tag lang eine Folge nach der anderen der US-Dokumentar-Reihe „Mein Leben mit 300 Kilo“. Alle Beiträge seriös recherchiert und sachlich-informativ: Langzeit-Beobachtung über ein Jahr. Zuerst wird eine Person, die an die 300 Kilo wiegt, in ihrem Umfeld und mit ihrem familiären Hintergrund, in dem sie aufwuchs, vorgestellt. Quasi mit ihrer jeweiligen Adipositas-Biografie. Dann kommt der Besuch in der texanischen Spezialklinik, wo es zunächst einmal um die Ernährungsumstellung geht, bis die Patienten nach dem verlangen ersten Erfolg zur Bypass-OP zugelassen werden. Jeder Fall ist „schwer“ in mehrfacher Hinsicht, jeder Erfolg ist hart erkämpft und macht Mut, sich auch in auswegloser Situation aktiv um Veränderung zu bemühen.

(Quasi parallel dazu habe ich mich durch die entsetzlichen Formate „Man vs. Food“ auf andern Kanälen gezappt, in denen es perverserweise darum ging, Viel-Fress-Challenges zu gewinnen, indem jemand einen 7-Kilo-Burger zu verdrücken versuchte, angefeuert von einer johlenden Meute… natürlich in USA, Amercia first!)

Heute nun die Premiere eines neuen Abnehm-Contests, präsentiert von 2-Sterne-Koch Frank Rosin, der selber auch abnehmen möchte: „Rosins Fettkampf“ auf Kabel 1. Äusserlich scheint das Format an das Kampf-Abnehmen „Biggest Loser“ angelehnt, auch hier sind es zwei Teams, die gegeneinander antreten und sich öffentlich auf die Waage stellen… aber die Sache ist etwas weniger spektakulär aufgezogen und vor allem unterziehen sich die beiden Teams zwei verschiedenen Ernährungsmodellen, die so quasi auf ihre Wirksamkeit getestet werden und die dann für den Spitzenkoch eine Gelegenheit bieten, auf der Basis dieser Diät-Vorgaben „leckere“ Speisen zu kreieren…

Dazu wird Sport getrieben und die Leute machen eindrückliche Fortschritte (bis zu 10 Kilo weg in zweieinhalb Wochen)… Auch wenn Wett-Abnehmen grundsätzlich problematisch sind, weil jeder Verlauf einer Gewichtsreduktion ganz individuell sein kann, hat mich diese Sendeform angesprochen und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Man wird es sehen.




20/12  Essen im Alter

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 17:24

Kafi-Möcken waren einmal. In unserer Jugend galt dies als die Standard-Mahlzeit betagter Menschen (die früher ja viel früher „alt“ waren als heute). Das hatte in meiner Wahrnehmung auch damit zu tun, dass das Brot früher meist härter war bzw. wurde, als es heute überhaupt je ist. Das besagt ja auch die Volksweisheit von damals: Kein Brot ist „hart“ – „kein Brot“ ist hart! – Nur wenn es im Milchkaffee eingeweicht war, konnte es von den zahnlosen Alten einigermassen gemümmelt werden. Heute haben die ältesten Greise Zähne wie Haifische.

Und trotzdem kann Ernährung im Alter zum Problem werden. Man geht nicht mehr aus dem Haus, muss sich Mahlzeiten kommen lassen (sofern man es vermag), bestellt dann immer wieder Dinge, die man früher mochte und die einfach zuzubereiten sind, aber die eine einseitige Versorgung mit Nährstoffen bedeuten können. Vielleicht lässt der Appetit nach, wird überlagert von Medikamenten gegen die verschiedenen Zipperlein, die sich immer deutlicher bemerkbar machen.

Wie wichtig eine ausgewogene, vielseitige und nährstoffreiche Ernährung auch im höheren Alter ist, soll nicht nur die Kochbrigade in den Altersresidenzen beschäftigen, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der selbstverantworteten Lebensgestaltung. Wertvolle Informationen dazu liefert die aktuelle Ausgabe des Informations-Magazins der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE, „Tabula“. Schwerpunkt-Thema ist: „Ernährung im Alter – Autonomie erwünscht“.

Es lohnt sich, so kurz vor den Festtagen sich mit der Materie zu befassen, denn gerade in der kommenden Zeit besteht die Gefahr, dass der Trubel entweder zu kulinarischen Exzessen oder dann zum Rückzug in eine Isolation führt, die auch nahrungsmässig nicht optimal ist.