10/11  Kein Entrinnen?

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 19:00

Wir wohnen im siebten Stock. Direkt unter uns, im Parterre, befindet sich eine McDonald’s-Filiale. Wann immer man vorbeigeht, die Bude ist pratisch dauernd im Schuss, mal voller, mal weniger, aber der Laden brummt.

Und nun lese ich heute beim Frühstück, dass der McDo-Landes-Chef mit dem Umsatz der 166 Filialen in der Schweiz nicht zufrieden ist, dass die Lokale in USA doppelt so viel Umsatz machen und dass er alles daran setzen wird, hier mehr Wertschöpfung zu erzielen, denn Fast Food – richtig an den Mann und die Frau gebracht – sei hierzulande ein eindeutiger Wachstumsmarkt.

Richtig heisst in diesem Fall: noch schnellere Bedienung, indem der Kunde am Terminal seinen Food selber bestellen und bezahlen kann, worauf ihm dann die Speise von einer freundlichen Bedienung an seinen Sitzplatz gebracht wird, an dem er überdies von gratis WLAN und WiFi profitieren kann.

Dadurch sollen nicht nur neue Gäste angelockt werden, auch die Stammkundschaft soll motiviert werden, häufiger zu kommen und mehr zu konsumieren. Wir zweifeln nicht daran, dass es dem erfahrenen Gastro-Manager gelingen wird, sein Konzept umzusetzen. Es lebe die Prävention.




4/11  Ein Todesfall

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 17:23

Fabian lebt nicht mehr. Sein Tod ist tragisch, war aber – leider – absehbar. „Der Junge, der sich zu Tode ass“ lautete heute der Titel eines Berichts im Tages-Anzeiger. Fabian wurde 17 Jahre alt und wog zuletzt 280 Kilo. Als pummeliges Kind wurde er schon im Kindergarten ausgegrenzt. Er fand Trost beim Essen, bis er eine richtige Fresssucht entwickelte, von der er nicht mehr loskam. Es folgte eine unglaubliche Irrfahrt durch Institutionen, Kliniken, Heime, unter Aufbietung aller denkbaren Hilfe von Experten und Betreuerinnen, Verbeiständung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten… Jeder, der mit dem Jungen befasst war, wollte im Grunde nur dessen Bestes, aber eine Verkettung von verhängnisvollen Umständen und Faktoren trug dazu bei, dass keiner der Therapie-Versuche erfolgreich war, dass ein Rückfall nach dem andern das Gewicht des Buben weiter in die Höhe trieb und dieser schliesslich jede Motivation verlor, sich auf eine Behandlung einzulassen. Endstation war ein Alters- und Pflegeheim, nachdem auch das Angebot einer Magen-OP verweigert worden war.

Wir wurden mit dem „Fall“ vor einigen Monaten konfrontiert, als seine damaligen Sozial-Betreuer sich an die SAPS wandten, auf der Suche nach einer Institution, welche den jungen Patienten stationär aufnehmen könnte. Leider gibt es in der Schweiz keine solche Klinik, und ein früherer Aufenthalt in Deutschland musste abgebrochen werden, obwohl er erfolgversprechend gewesen war. Auch wir wussten keinen Rat. Da der Junge sich gegen jede ärztliche Behandlung sträubte und auch unter „Bewachung“ sich immer wieder Zugang zu Fastfood verschaffen konnte, war die Katastrophe nicht aufzuhalten.

Es ist müssig, darüber zu spekulieren, ob dieser tragische Ausgang sich hätte vermeiden lassen. Am Anfang – und das ist das Traurigste daran – standen wohl die unbedachten und verletzenden Hänseleien und Ausgrenzungen durch die Schulkameraden, die Fabian in seine Isolation trieben, so dass er sich in seine Fresssucht rettete, die ihn schliesslich selber verschlang… Der Fall zeigt auch, wie eingeschränkt die Möglichkeiten einer Behandlung sind, wenn der Patient und sein Umfeld nicht motiviert sind, zum Gelingen beizutragen, denn gegen seinen Willen kann man niemanden zum Abnehmen zwingen.

Wir trauern um einen jungen Menschen, der zum Opfer aussergewöhnlicher Umstände wurde, aus denen er keinen Ausweg mehr gefunden hat. Kann sein Schicksal etwas bewirken? Es sollte ein Fanal sein gegen jede Form von Diskriminierung!




1/11  Nutri-Score

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:53

Verwirrung im Vormarsch. Da fordern wir bei jeder Gelegenheit, es möchten nun endlich einfache, gut lesbare und verständliche Hinweise auf den Lebensmittel-Packungen angebracht werden, die es den ernährungsbewussten KonsumentInnen erleichtern, sich beim Einkauf über einzelne Produkte zu informieren.

Zur Diskussion stehen die „Ampel“, daneben die Angaben in Relation zum Tagesbedarf („GDA“) oder eine Kombination von beidem. Nicht mehr weiter verfolgt wurde bei uns die Idee eines „Tic“-Labels, das an „gesunde“ Produkte im Sinn einer generellen Empfehlung vergeben würde.

Und nun kommt Frankreich und lanciert unvermittelt eine völlig neue Kennzeichnung unter dem Titel „Nutri-Score“. Es ist sehr einfach und wirkt einleuchtend, obwohl es effektiv gar nichts aussagt über die tatsächliche Zusammensetzung und den Anteil der einzelnen Nährstoffe. „Nutri-Score“ ist vielmehr die simple Abfolge von 5 Buchstaben: A-B-C-D-E vor einem farbigen Hintergrund: A=dunkelgrün, B=hellgrün, C=gelb, D=orange, E=rot. Also im Prinzip eine Ampel mit Zwischentönen. Denn die Bedeutung der Buchstaben bzw. deren Farbe signalisiert sinngemäss: „Dunkelgrün: sehr gut“, „Hellgrün: gut“, „Gelb: nicht so gut“, „Orange: nicht gut“, „Rot: gar nicht gut“. Und zwar bezogen auf das gesamte Produkt, auf der Basis seines Nährwert-Profils.

Diese Empfehlung erinnert mich an den Farbcode auf den elektrischen Haushaltgeräten, bei denen daneben separat noch die Daten für Verbrauch und Umweltbelastung angegeben sind. Ich gehe davon aus, dass sich die detaillierten Nährwertangaben auch weiterhin auf den französischen Produkten finden werden.

„Nutri-Score“ wurde am 31. Oktober 2017 eingeführt und wird von einigen grösseren Playern der Lebensmittelindustrie zunächst freiwillig angewendet. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie sich die Sache weiter entwickelt.




31/10  Metzgerregung

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 9:35

In der Zeitung sah es nach Aufruhr aus. Nur unter Polizeischutz habe man die Aktion durchführen können. Aggressive Drohungen seien von Seiten der Tierschützer gekommen. Ein Pfarrer soll sich aus Protest gegeisselt haben. Aber das Publikumsinteresse sei gross gewesen, vor allem seitens der Älteren.

Angesagt war eine „öffentliche Hausmetzgete“. Also ein absolut alltäglicher Vorgang, müsste man meinen, Jedenfalls früher war es so. Ich erinnere mich an meine eigene Kinderzeit, in den Ferien bei Onkel Otto und Tante Ella auf der „Sandgrube“, einem hablichen Bauernhof unweit von Bern. Die Metzgete war eine Art Festtag mit rituellem Charakter, von langer Hand vorbereitet. Das Säuli war lange voraus bestimmt und besonders liebevoll gepflegt worden. Der Störmetzger mit seinem Gehilfen war flink und routiniert zugange. Wir Kinder halfen mit, wo wir konnten, aus respektvoller Distanz zwar, aber wenn etwas gebraucht wurde, das wir besorden konnten, waren wir zur Stelle.

Es gehörtze zu den natürlichsten Verrichtungen, dass die Fleischspeisen vor aller Augen auf dem Hofplatz und später in der Küche zubereitet wurden. Und die Aussicht auf den bevorstehenden Festschmaus liess und schon früh die Münder wässern: Würste in aller Form, Braten, Gnagi… aber das Meiste wurde vorbereitet als Vorrat: Schinken, die in die Kisten mit Salz wanderten, Speckseiten, dier neben den Würsten im Räucherkamin des Waschhäuschens baumelten – Nahrung für den ganzen Winter, in Selbstversorgung.

Heute ist uns dieses Essen durch die industrielle Massenfertigung entfremdet worden. Wir nehmen es nur noch als Material wahr, haben den Bezug zur Kreatur verloren, von der es stammt und nicht ohne Schaudern sehen wir von Zeit zu Zeit einen Dokumentarfilm aus dem Schlachthaus, wo alles durchgetaktet im Zeitraffertempo abläuft, weil der Konsument es bilig, billig, billig haben will!

Wo ist das Handwerk geblieben? Und wie hoch müsste der Preis sein, um es erneut zu beleben? Würde uns das helfen, wieder mit mehr Vernunft und Rücksicht auch auf unsere eigene Gesundheit zu essen?




30/10  Eine gute Erfahrung

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 19:59

Drei Tage in Davos. Da stellte sich ein heimliches WEF-Feeling ein, im Kongresszentrum, in dem man sonst nur am TV den versammelten Staatsoberhäuptern beim Debattieren zusehen kann.

Die angereisten MPAs, zumeist Damen aller Altersschattierungen füllten die Hörsääle, besuchten die fachlich hochstehenden Vorträge, drängten sich um die Informationsstände der unzähligen Industrie-Anbieter (die natürlich wissen, dass man über die Herzen der Assistentinnen am leichtesten in die Arztpraxen kommt) und vergnügten sich nach ihrem Tagewerk am Abend beim gemeinsamen Bankett…

Ernährung, Verdauung und Stoffwechsel standen auf dem Programm. Da durfte auch das Thema Adipositas nicht fehlen. Ihm kam in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu und auf der Rednerliste standen gleich mehrere unserer Koryphäen. Ich selber durfte berichten, was sich bei der Gesundheitspolitik tut und in einem Podiumsgespräch ging es um die Frage des Stellenwerts der chirurgischen Eingriffe am Magen-Darm-Trakt. Es war eine spannende, wenn auch nicht unbedingt kontroverse Diskussion, in der alle Aspekte, Vorzüge, Chancen aber auch Risiken dieser Eingriffe zur Sprache kamen. Die Fragen aus dem Publikum zeugten von Aufgeschlossenheit, Interesse und dem Bemühen, für die Begleitung der PatientInnen das Beste mitzunehmen.

Auch ausserhalb der Vorträge ergaben sich zahlreiche Kontakte, die Impulse vermittelten, Rückmeldungen von der medizinischen Front, die wir in unsere Tätigkeit aufnehmen können. Die Zusammenarbeit mit den Hausarztpraxen ist eine wichtige Aufgabe, die wir nun auf eine neue und konstrutive Basis stellen können.




27/10  Der Darm und wir

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 18:36

Ein ganz besonderes Organ ist er schon. An sich eigentlich „nur“ ein Schlauch aus verschiedenen Schichten von Muskelfasern… Aber was der Bursche alles kann (mit Hilfe von Abermilliarden winzig kleiner Helferlein), das verschlägt dem Halblaien schier die Sprache!

Ich bin bis am Sonntag in Davos in famosen Kongresszentrum an der jährlichen Fach- und Weiterbildungs-Veranstaltung des Verbandes der Medizinischen Praxis-Fachpersonen SVA. Über 1’000 Mitglieder sind zusammengekommen, um sich kundig zu machen unter dem Motto: Der Magen-Darm, mehr Charme oder Scham? 

Wenn es um den Magen-Darm-Trakt geht, geht es auch um die Verdauung und um den Stoffwechsel, seine Probleme und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dabei muss die Rede unweigerlich auf Übergewicht und Adipositas kommen. Und das war auch der Grund für meine Einladung: morgen spreche ich zum Thema „Adipositas – eine gesundheitspolitische Herausforderung“ und über das, was zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie auf dem politischen Parkett getan wird… oder eben nicht.

Zum Auftakt gab es faszinierende Einblicke in die komplexe Funktionsweise des Organs, das für unser „Bauchgefühl“ zuständig ist, für die Regulierung unserer Nahrungsaufnahme und die Verwertung der Nährstoffe, die wir uns zuführen. Den Nachmittag rundete ein fulminantes Plädoyer von Frau Dr. med. Bettina Wölnerhanssen aus Basel ab, die für einen verantwortungsvollen, bewussten und sehr vorsichtigen Umgang mit Zucker eintrat.

Der Kongress hat gut angefangen!




26/10  Gegenwind

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:36

Eine aparte Erfahrung. Ich war gestern in einer Gruppe, die ich länger nicht mehr gesehen hatte. Und sogleich prasselten Bemerkungen auf mich ein: Siehst gut aus! Super. Wie hast du das nur geschafft?! Glückwunsch!

Das hört man natürlich gerne. Aber dann schliessen sich sogleich Bemerkungen an, mit denen offensichtlich auch andere konfrontiert sind, die markant an Gewicht verloren haben. Sprüche wie: Hallo, man übersieht dich ja fast… – Du halbe Portion deiner selbst! – Jetzt musst du langsam aufpassen, dass man dich überhaupt noch bemerkt… – Aber schau, dass noch etwas von dir übrig bleibt! – Treib es nicht zu weit! – Jetzt musst du endlich wieder etwas essen!

Was soll man von solchen Sprüchen halten? Ich lache dann jeweils ein wenig und sage: Keine Bange, es ist noch genug von mir da. – Und: Ich bin noch nicht bei meinem Zielgewicht angelangt.

Aber echt: wahrscheinlich ist solcher Zuspruch im Grunde gut gemeint, nur stimmen diese Äusseerungen doch nachdenklich. Es sind die gleichen Leute, die während deiner dicksten Periode diskret über deine Körperfülle hinweggeschwiegen haben, die sich nun bemüssigt fühlen, deinen neuen, reduzierten Zustand mit Kommentaren zu versehen, von denen man nicht recht weiss, ob sie anerkennend, spöttisch, hämisch oder wie immer gemeint sind.

Ist man, wenn man abgenommen hat, auch dünnhäutiger geworden? Sind solche Empfehlungen zum Nennwert zu nehmen?




25/10  FettGeheimnis

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 14:22

Habe mir heute – auf Empfehlung – eine App heruntergeladen: FatSecret. Ich bin sonst kein App-Fan, aber die Möglichkeit, ein einfaches Essenstagebuch zu führen, hat mich angesprochen. Für uns digitale Spätberufene sind solche Tools etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich als ausreichend lernfähig erwiesen, um das Ding doch einigermassen bedienen zu können.

Der Nutzen eines Essprotokolls ist unbestritten und erwiesen: wer es ernst nimmt, überlegt sich vor jedem Bissen, ob er ihn tatsächlich futtern will… weil man ihn dann unweigerlich erfassen muss. Früher, zu Zeiten von eBalance, habe ich das am PC-Bildschirm getan, was mir auf Dauer zu umständlich erschienen ist. Heute, mit dem Handy, geht das spielerisch und gewissermassen nebenbei.

Seit heute früh habe ich nun 241 Kalorien verspachtelt, im Rahmen meiner Sinomedica-Ernährungsformel. Aber die Eingabe der verspeisten Lebensmittel erfordert im Moment – in der Anlernphase – noch so viel Zeit, dass ich das Gefühl habe, ich würde nur vom „Töggelen“ schon abnehmen. Man wird sich daran gewöhnen müssen, denn den prohibitiven Effekt des Protokolls möchte ich wirklich in der Praxis ausprobieren. Und wenn sich mit der Zeit eine gewisse Routine einstellt und einzelne Menüfolgen standardisiert sind, wird sich das auch vereinfachen.

Noch habe ich nicht herausgefunden, wer hinter diesem Tool steht: es bietet eine ganze Reihe von Service-Leistungen an, für die man anderswo bezahlen muss… und ist doch komplett gratis. Welcher Menschenfreund offeriert uns ohne Hintergedanken diesen Support? Oder liefern wir durch die Eingabe unserer Daten einem unbekannten grossen Bruder wertvolle Angaben zum Gesundheitszustand dieser Welt? Schon sollen Millionen von Usern auf allen Kontinenten registriert sein… eine Art Fatbook wäre es dann. Vielleicht stossen wir noch auf dieses Geheimnis.




24/10  Forschung läuft

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 11:02

Das ist ein harter Lesebrocken für Laien. Und trotzdem wage ich hier einen Link zu einer Publikation aus der weiten Welt der Pharma-Industrie, in welcher berichtet wird über aktuelle Projekte und Produkte, die in Zusammenhang stehen mit dem Phänomen Adipositas und den damit verbundenen Folgeerkrankungen. Auch wenn mir das fachliche Hintergrundwissen fehlt, um all die Vorgänge zu durchschauen, die hier beschrieben und abgebildet sind, so ist die enorme Fülle von detaillierten Angaben beeindruckend.

Die Darstellung zeigt auf, wie unglaublich viele Faktoren, Hormone, Wirkstoffe und deren klinische Derivate zusammenwirken, wenn es um die Regulierung des Stoffwechsels geht und auch darum, gesundheitsschädigende Wirkungen zu vermeiden.

Ein weiterer Exkurs in der „Broschüre“ gilt der Wirkungsweise des „weissen“, des „braunen“ und des „beigen“ Körperfetts, von dem – je nachdem – Fette und Glukose entweder als Reserve eingelagert oder in Form von Wärme abgeführt werden können.

Die Auslegeordnung zeigt, wie weit offen das Feld der Forschung immer noch ist. Und auch wenn derzeit noch kaum Präparate auf dem Markt sind, mit denen sich Adipositas bereits im Entstehungs-Stadium vermeiden liesse, lässt eine solche Darstellung doch die Hoffnung zu, dass es dereinst gelingen kann, Wirkstoffe zu entwickeln, bei denen die positiven Effekte die negativen Nebenwirkungen überwiegen werden. Selbst wenn das erst in einer ferneren Zukunft sein wird.

Hier ist der Link zu „Obesity & Diabetes Research“.




20/10  Win-Win-Win

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 23:39

Eine kleine Notiz heute im Blatt. Eine grosse Schokoladefirma habe eben einen Vertrag mit dem Europapark Rust abgeschlossen. Nun können in dem Freizeit- und Vergnügungsparadies, zu dem täglich Tausende Besucher pilgern, künftig neben jeder Attraktion, beim Warten auf die Achterbahn, beim Anstehen für den Wildwasser-Törn, nebem dem Autoscooter und bei der Seilbahn – überall kann man künftig Schokolade kaufen, um sich die Zeit zu verkürzen oder um sich von einem Abenteuer zu erholen…

Es sei, sagen die frischgebackenen Geschäftspartner, für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Das liegt nahe. Wie gern man sich beim Besuch eines Freizeitparks etwas Süsses reinschiebt, habe ich unlängst selber erlebt, als ich mit der Enkelin im – vergleichsweise bescheidenen – Connyland war: da gab es ausser dem Rstraurant mit seinem sehr ansprechenden Buffet-Angebot an jeder Ecke zusätzliche Verlockungen: Zuckerwatte, einen Selbstbedienungs-Shop mit paradiesischer Bonbon-Auswahl, Glacetheken, Popcorn… alles, was das Herz begehrt.

Man kann den Leckereien praktisch nicht entkommen. Wie beim Igel und dem Hasen sind sie immer schon da, wenn man irgendwo eintrifft. Wer bei der ganze Sache wirklich gewinnt – Win-Win-Win quasi – das wird auf Dauer das Körpergewicht vor allem der Kids sein, die sich die Süsswaren erfolgreich erbetteln.