6/2  Leben ohne Zucker

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 18:45

Zufällig habe ich spätabends reingezappt. In die Gesprächssendung TalkTäglich auf Tele Züri. Es gings ums Thema Zucker, bzw. um erste Erkenntnisse aus einer Aktion der Gesundheitsredaktion, die sich No-Sugar-Challenge nennt und die darin besteht, dass die Teilnehmenden sich verpflichten, während 30 Tagen auf jeden zusätzlichen Zucker zu verzichten.

Am Tisch unter der Leitung von Markus Gilli sassen die Food-Bloggerin Sylwina Spiess, die Challenge-Mitmacherin Manuiela Leonhard und der Adipositas- und Stoffwechsel-Experte Dr. med. David Infanger von der Hirslanden-Klinik. Thema: „Leben ohne Zucker – Vorteile und Schwerigkeiten“.

Es war ein kompetentes, lebendiges, motivierendes Gespräch, das eine Fülle von Facetten aufzeigte, rund um die Zucker-Problematik, unseren Umgang mit dieser verführerischen Droge, die der Mensch eigentlich gar nicht „braucht“, zumindest nicht in der Menge, die uns heute meist durch die versteckten Zuckerbeigabe in Fertigprodukten untergejubelt wird.

Es lohnt sich, die halbe Stunde aufzuwenden und sich dieses Gespräch anzusehen. Die kompetenten Empfehlungen des Mediziners, die motivierenden Ausführungen der Bloggerin und die eindrücklichen Erfahrungen der Challenge-Teilnehmerin wecken die Hoffnung, dass sie im Rahmen dieser Aktion möglichst viele Nachahmer finden mögen.

Ich weiss, wovon die Rede ist. Selber lebe ich nun seit zweieinhalb Jahren praktisch „zuckerfrei“, was auf Dauer nicht einfach ist, weil allüberall die Versuchung lauert, in Form eines Desserts, von dem man naschen könnte, eines Guetslis, das so unschuldig klein aussieht, eines Löffelchens Honig, das ja natürlich ist… Meine Berechnungen haben ergeben, dass ich allein aus Früchten und Gemüsen, bei striktem Verzicht auf alle anderen Zucker-Arten immer noch auf täglich 15 bis 20 Gramm komme. Das liegt zwar unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert… aber: es ist verdammt hart, konsequent zu sein, auf Dauer. Und macht man einmal einen „Fehltritt“, so öffnen sich die Schleusen und der Hunger trommelt auf den Tisch: die Gier nach mehr. Drum: duchhalten! Denn die Gesundheit und dein Wohlbefinden danken es dir.


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