1/7  Fasten – aber richtig

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:21

Ich erinnere mich an verschiedene Fasten-Versuche. Die fanden vor nunmehr bald 20 Jahren statt. Ein Aufenthalt in einer bekannten Fasten-Klinik mit Meditation, Wanderungen und Mahlzeiten aus ein paar Löffeln fader Gemüsebrühe… und nach den ersten zwei Tagen stellte sich die legendäre Fasten-Euphorie ein, man lachte übertrieben, amüsierte sich in der Gruppe, war richtig „high“ aufgrund des nahezu vollständigen Entzugs und zugleich stolz darüber, dass man es schaffte, bei den Wanderungen im lokalen Umfeld den Verlockungen der am Wegrand lauernden Gaststätten trotzig die Stirn zu bieten und sich nicht zu einem Gnagi, einen halben Poulet oder einer Käsrösti verführen zu lassen…

Auf diese Weise wurde man pro Woche drei bis vier Kilo los. Die eine Woche später prompt wieder mit auf die Waage geklettert kamen. Fasten, so das Fazit auch aus Adiposits-Fachkreisen, konnte kein gültiger und auf Dauer erfolgversprechender Therapie-Ansatz sein!

Aber nun taucht in letzter Zeit immer häufiger der Begriff des Intervall-Fastens auf. Die auch 8 : 16-Methode genannte Form der Ernährung, einfach gesagt: wöhrend 8 Stunden des Tages essen was man mag… und dann 16 Stunden lang auf jede Nahrung verzichten.

Aber auch das Fasten an sich rückt wieder in  den Fokus der medizinischen Wahrnehmung: vorübergehender Nahrungs-Entzug bringt den Körper mit all seinen Organen dazu, intern für Ordnung zu sorgen, wieder mal aufzuräumen und die alten Depots aufzubrauchen… Besondere Bedeutung kommt dabei dem glegentlichen Verzicht auf Fleisch zu, wie eine aktuelle Studie belegt. Dies würde sich vor allem positiv für die Vermeidung von Diabetes Typ 2 auswirken. Und käme überdies der Forderung entgegen, im Interesse der Umwelt den Fleisch-Verzehr zu reduzieren…


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