8/7  Der letzte Furz

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 15:53

Sorry, offenbar ist schon Sauregurkezeit. Aber die Nachricht verspricht Hoffnung. Hoffnung für Menschen, die, ob übergewichtig oder nicht, an Verdauungsproblemen  leiden und in diesem Zusammenhang mit dem Abgang von körpereigenen Winden konfrontiert sind, die man im medizinischen Fachjargon „Flatulenzen“ nennt.

Dem guten alten (und weisen) Salomon wird ja die Erkenntnis zugeschrieben, dass man die „leisen“ von den „lauten“ zumindest olfaktorisch dadurch unterscheiden könne, dass eben die einen stänken und die andern nicht.

Eine französische Firma will nun diesen uralten Menschheitsmakel ausmerzen, indem sie ein Präparat auf den Markt bringt, eine Pille, die dafür sorgen soll, dass die dem Individuum entweichenden Lüfte nicht mehr fürchterlich nach Schwefel, Fäulnis und Verwesung riechen, sondern wunderbar angenehme Düfte transportieren, wählbar in den Varianten von Rosen, Lilien, Veilchen oder Schokolade.

Somit kann die Duftnote künftig dem bevorstehenden Anlass entsprechend ausgewählt werden. Angesagt ist dann beim Date nicht mehr ängstliches Verklemmen und Unterdrücken, sondern es kann fröhlich und mit Wohlgeruch beduftet werden (vielleicht wird auch noch eine Slip-Einlage erfunden, welche den organischen Knatter-Ton in eine liebliche Melodie umwandelt, solange diese nicht für einen Handy-Klingelton gehalten wird).

Ich bin mir noch nicht sicher, welche Duftnote ich wählen würde. Skeptisch bin ich gegenüber der Variante „Schokolade“. Ich habe vor Jahrzehnten in Bern viel Zeit im Länggass-Quartier verbracht, wo dank der Toblerone-Fabrik rund um die Uhr ein süsser, schwerer und schokoladiger Geruch in der Luft lag (Bernhard Stirnimann wusste ein Lied davon zu singen)… und ich habe erfahren, dass so etwas auch leicht zu Überdruss führen kann.

Also vielleicht doch eher Veilchen.


Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *