3/7  Ultra-verarbeitet

Kategorie: Allgemein    Von Heinrich von Grünigen um 16:33

Gesund seien naturbelassene Nahrungsmittel, direkt vom Hofladen, wenn möglich. Darin sind sich alle einig, wenn es um die „richtige“ Ernährung geht. Schlimm, auch darüber besteht Einigkeit, sind die „verarbeiteten“ Produkte, bei denen am Schluss niemand mehr richtig weiss, was alles drin steckt.

Klar, die Inhaltsstoffe sind – kleinstgedruckt – auf der Packung vermerkt, oft in einer Umschreibung, mit der ein Normalsterblicher nichts anfangen kann, oder durch Codes definiert, die man kennen müsste, um zu wissen, was sich dahinter verbirgt.

Nun gibt es aber verschiedene Stufen der Verarbeitung. Unbedenklich sind Tiefkühlprodukte wie Gemüse und Früchte, aber auch Fisch, die unmittelbar nach der Gewinnung und ohne Zugabe von Konservierungsstoffen portioniert und eingefroren werden. Die sind so gut wie „frisch vom Hof“. Vorsicht ist geboten bei Produkten, die mit vielerlei Zusätzen haltbar gemacht, gefestigt, gefärbt, streichfähig erhalten und was auch immer sind. Diese Produkte nennt man im Fachjargon „ultra-processed“, also höchst-verarbeitet.

Food-Experten sind solchen Angeboten gegenüber skeptisch, wie dieses Video zeigt: zwei Fachleute auf einem Rundgang durch einen Supermarkt. Natürlich sind es amerikanische Verhältnisse, welche die New York Times hier geisselt, aber manches Symptom ist auch bei uns schon erkennbar.


Ein Kommentar zu “Ultra-verarbeitet”

  1. manuelas sagt:

    Michael Pollan, einer der experten im NT-video, hat ein Buch geschrieben „64 Grundregeln essen“ (food rules: an eater’s manual). ich halte mich – mehrheitlich ;-) – an zwei davon: 1. essen Sie nichts, was ihre grossmutter nicht als essen erkannt hätte, 2. vermeiden Sie verarbeitete nahrungsmittel mit mehr als 5 zutaten. ausserdem vermeide ich verarbeitete nahrungsmittel, bei denen zucker/glukosesirup o.ä. an erster bis fünfter stelle steht!

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